Reisen im Kopf #1 – Argentinien

Da es im Moment ja eher eingeschränkt möglich ist, zu reisen, möchte ich Euch in der nächsten Zeit einfach ein paar tolle Fotos zeigen und ein paar Zeilen dazu schreiben und starte mit meinen „Reisen im Kopf“.

Heute gehts in den Norden von Argentinien zum „Camino de los seis miles“, der Strasse der Sechstausender.

Die Strasse führt mich von Fiambalá (mit wunderbaren Thermalquellen) 1’500 Meter über Meer auf den San Francisco Pass auf 4’726 Meter über Meer. Dieser ist die Grenze zu Chile. Eine sehr gut ausgebaute Strasse führt da hoch.

Es ist eine in vielen Beziehungen abenteuerliche Erfahrung: Es ist eine einsame Reise – ich war bereits mehrmals auf dieser Strecke unterwegs – und ich zählte während einem ganzen Tag jeweils nur eine handvoll Autos. Man überwindet pro Weg 200 Kilometer und 3’200 Höhenmeter. Einmal hoch und einmal runter. Für den Körper ist dies extrem anstrengend und es macht müde.Die Strasse schlängelt sich nicht in Haarnadelkurven den Berg hoch, sondern sie hat 200 Kilometer Zeit, um die 3’200 Höhenmeter zu überwinden.

Unterwegs sind noch viele höhere Berge zu erkennen, die Sechstausender. Sie tragen einen weissen Hut mit Schnee.

Da eines meiner Lieblingsmotive endlose Weiten mit Strassen und Wolken sind, kam ich voll auf meine Kosten, halte oft an und lasse mir für diesen Ausflug jeweils einen ganzen Tag Zeit. Mich fasziniert bei solchen abgelegenen Orten immer die Ruhe. Man hört nur das eigene Herzklopfen und ein Rauschen im Ohr. So ungewohnt ist die Stille die mich umgibt.

Wie wenn es nicht schon unwirklich wäre, so sehe ich doch tatsächlich noch ein Ufo. 🙂