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Archiv für November, 2014

Fotografieren auf Reisen – Die Vorbereitung

Wer kennt das nicht: Die Vorfreude steigt ins Unermessliche, man fängt an die Tage zu zählen und man wird immer kribbeliger, je näher der Tag der Abreise kommt.

Oft ist dann die Frage: Welche Kamera oder welcher Teil der Fotoausrüstung soll mit?

Ich stelle mir dann jeweils zwei Fragen und danach weiss ich, welcher Teil meiner Fotoausrüstung mich begleiten soll. Jeder hat andere Vorlieben, deshalb bleibe ich hier eher oberflächlich und gebe keine konkreten Tipps. Weiter unten findest Du die Infos, welche Reisen ich mit welcher Ausrüstung gemacht habe.

Beachte, dass die beste Kamera die ist, die Du immer dabei hast! Es nützt Dir nichts, wenn Du viel mitnimmst und am Ende keine Lust hast, alles mit Dir herumzuschleppen! Fast jeder hat mittlerweile ein Smartphone und auch auf Reisen kann man damit hübsche Schnappschüsse machen.

Welche Art Urlaub wirst Du machen?
Überlege Dir was für eine Art Urlaub Du machst. Auf einem Himalaya-Trekking wirst du keine Spiegelreflex-Ausrüstung mitschleppen wollen. Da eignet sich eine Kompakt-Kamera viel besser. Machst Du Urlaub auf einer Tropeninsel? Da ist es, je nach Umfang der Ausrüstung, kein Problem, die gesamte Kamera-Ausrüstung mitzunehmen. Auf so einer Insel hast Du ja dann auch Zeit, viele Sachen auszuprobieren.

Was wirst Du fotografieren?
Bist Du in einer Stadt unterwegs, so ist man viel (zu Fuss) unterwegs. Hier ist also praktisch, nicht allzuviel mitzuschleppen. Eine Kompakt-Kamera ist praktisch oder natürlich auch eine Spiegelreflex mit einem Weitwinkel-Objektiv. Für eine Städtereise ist ein Stativ eine gute Idee, damit kann man die Schönheit der Stadt auch in der Nacht aufnehmen.

Überlege Dir, ob Deine Motive auf Deiner Reise nah sind: Dann brauchst Du ein Weitwinkel-Objektiv. Wenn die Motive weiter weg sind und Du an die Motive ranzoomen möchtest (z.B. Tiere), dann brauchst Du ein Tele-Objektiv. Es gibt natürlich auch Reise-Zoom-Objektive, die eine grosse Brennweite abdecken. Diese Objektive sind eine tolle Alternative, man hat eine grosse Brennweite abgedeckt und schleppt (vergleichsweise) wenig Gewicht. Der Nachteil an diesen Objektiven im Vergleich zu „hochwertigeren“ ist die Bildqualität und die Lichtstärke.

Unverzichtbar! Auf jeder Reise sind neben der Fotoausrüstung folgende Dinge einzupacken:

  • Fotorucksack oder -tasche (optimalerweise mit einem Regenschutz)
  • Zweiter Akku (und schaue bitte, dass beide geladen sind)
  • Ladegerät (und je nach Reiseland einen Stromadapter: Wikipedia-Artikel der Steckertypen pro Land)
  • Genügend Speicherkarten (mindestens zwei)

Ich persönlich würde Dir empfehlen, Deine Fotos irgendwie zu sichern. Dies ist allerdings ein zusätzlicher Aufwand.  Die Ausrüstung kann nicht nur gestohlen werden, sondern eine Speicherkarte kann kaputtgehen (z.B. einfachso, Wasserschaden, …). Ich habs auch schon geschafft, dass ich meine Kamera für einen Ausflug eingepackt habe, die Speicherkarte allerdings noch im Computer gesteckt ist.

Wie sehr schmerzt es Dich, wenn Deine Fotos nicht mehr da sind? Für mich sind die Fotos das wichtigste Andenken an eine Reise und deshalb habe ich auf längeren Reisen jeweils meinen Laptop und mehrere USB-Sticks dabei. Unterwegs sind diese dann an verschiedenen Orten deponiert. Natürlich kannst Du von unterwegs die Bilder auch auf Dropbox oder einen anderen Cloud-Anbieter hochladen. Beachte, dass nicht überall Highspeed-Internet zur Verfügung steht! Vor allem wenn du im RAW-Format fotografierst (= grosse Bilddateien), kann das Hochladen entweder Stunden dauern oder bei einer instabilen Verbindung sogar unmöglich sein. Wenn irgendwo die Möglichkeit besteht, die Bilder auf eine DVD brennen zu lassen, ist dies natürlich eine gute Alternative. Dies kann man z.B. in Südamerika in Internetcafes machen lassen.

Lerne Deine Kamera kennen
Mache Dich unbedingt vor Deinem Urlaub mit Deiner Kamera und der Ausrüstung vertraut. Es raubt Dir wertvolle Zeit und auch viel Geduld, alles im Handbuch nachschlagen zu müssen. Schlimmstenfalls werden Deine Bilder nicht so, wie Du sie Dir vorgestellt hast.

Das Reiseland
Bereite Dich vor und lies alles Mögliche über Dein Reiseland. Welche wundervollen Landschaften und spannende Städte möchtest Du besuchen? Wenn Du Dich vorbereitest, hast Du diese Zeit im Reiseland gespart und kannst auf Motivsuche gehen.

Mein Equipment auf diversen Reisen
Gerne zeige ich Dir, welches Equipment mich auf nachfolgenden Reisen begleitet hat. Beachte: Ich bin eher der Typ der zuviel schleppt und dafür für alles ausgerüstet ist. Ich habe allerdings auch keinen riesigen Objektivpark, sondern suche mir meine Objektive gut aus und habe sie dafür oft dabei. Fast immer dabei ist mein iPhone und damit mache ich auch viele Fotos.

Von Süd- nach Nordamerika 2014/2015: Nikon D600, Nikkor 24-120 mm f/4, Nikkor 80-200 mm f/4, Sigma (Makro) 150mm f/2.8, Gorillapod
Argentinien 2013: Nikon D300, Nikkor 16-85 mm f/3.5-5.6, Nikkor 70-200 mm f/2.8
Amsterdam 2012: Nikon D300, Nikkor 16-85 mm f/3.5-5.6, Stativ
Ecuador 2011: Nikon P7000

Sei gespannt auf den nächsten Teil, da gehts um das Fotografieren auf der Reise selber! -> Der zweite Teil ist nun online!

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Erst nachdem ich diesen Artikel veröffentlicht habe, habe ich die Blogparade auf www.reisen-fotografie.de gesehen und mache mit diesem Artikel gerne mit. 🙂

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Bildgestaltung: Spiegelungen

Mit dieser einfachen Idee für eines Deiner nächsten Fotos holst Du eine Menge aus Deinem Bild. Begib Dich in die Nähe von (ruhigem) Wasser, spiegelnden Gebäuden oder auch sonstige spiegelnde Oberflächen und probiere aus, wie die Motive wirken.

Bei (oder nach) Regenwetter gibt es die Möglichkeit in Pfützen Spiegelungen zu entdecken.

Probiere verschiedene Perspektiven aus. Ich persönlich mag es, wenn es ziemlich symmetrisch ist:

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10 einfache Tipps für bessere Fotos

1. Vom Knipsen zum Fotografieren

Hör auf wahllos Bilder zu knipsen und geh zum fotografieren über. Schau durch Deine Kamera und überlege zuerst, was Du mit dem Bild zeigen möchtest. Nimm Dir dazu Zeit und beherzige untenstehende Tipps für weiteren Input.

2. Schau aufs Licht

Optimalerweise wird Dein Foto-Objekt vom Licht angestrahlt. Das heisst, dass die Sonne hinter oder neben Dir ist. Vermeide es, in den Mittagsstunden zu fotografieren, dann ist das Licht unvorteilhaft.

3. Die Perspektive ist wichtig

Du hast nun ein Foto von Deinem gewünschten Objekt gemacht. Jetzt probier noch andere Perspektiven aus, von oben, geh um Dein Objekt herum und vielleicht sieht es sogar super aus, wenn Du das Objekt von unten fotografierst?  Gehe bei Kindern und Tieren in die Hocke oder leg Dich sogar hin, das Bild wirkt sofort anders.

Hier habe ich das hübsche Modell auf einem Stein platziert und von unten hoch fotografiert:

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4. Bleib gerade

Achte auf den Horizont auf dem Bild, dieser soll gerade sein. Bei den meisten Kameras kannst Du Linien einblenden, damit Du Dich danach richten kannst.

5. Achte auf den Hintergrund

Bei Portraits ist es wichtig auf den Hintergrund zu achten. Dieser soll einfach gehalten sein, möglichst wenig Musterung und ohne zu grossen Kontrast zum Foto-Objekt. So lenkt nichts von Deinem Foto-Objekt ab.

6. Geh nah ran

Getraue Dich auch mal nah ranzugehen. Fotografiere statt dem ganzen Foto-Objekt auch mal nur einen Teil.

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7. Die Tiefe im Bild

Halte Ausschau nach markanten Objekten im Bild, die eine Verbindung vom Vorder- und Hintergrund machen und so für Tiefe im Bild sorgen. Der Klassiker ist sicher die Strasse:

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8. Arbeiten mit Unschärfe

Wenn Du weisst, dass und wie Du an Deiner Kamera die Blende verstellen kannst: Tu es und setze den Wert auf eine möglichst kleine Zahl. So wird nur ein Teil des Bildes scharf und wirkt spannend:

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9. Lerne Deine Kamera kennen

Die obenstehenden Tipps sind einfach und schnell umgesetzt. Wenn Du mehr aus Deinen Bildern holen willst, würde ich Dir empfehlen, Dich mit Deiner Kamera näher auseinander zu setzen. Lies die Bedienungsanleitung und hol Dir Tipps & Tricks von Freunden und Bekannten. Oder buche einen Fotokurs (mit Spiegelreflex oder mit Kompaktkamera) oder auch einen Einzelkurs bei mir. 🙂

10. Üben, üben, üben und… üben!

Auf meiner „Über mich“ Seite habe ich eine kleine Geschichte: „Angenfangen hat alles mit einer pinken Kompaktknipse die ich im Alter von 10 Jahren geschenkt bekommen habe. Neugierig wie immer, öffnete ich die hintere Kammer um “nochmal anzuschauen wie denn das mit dem Film funktioniert”. Ich wurde dann aufgeklärt, dass ich gerade den ganzen Film ruiniert habe.“

Auch ich habe mit wenig Wissen angefangen und habe mir sehr viel beigebracht, viel gelernt, geübt und auch ich habe viele Fotos, die ich lösche oder nicht verwende. Wichtig ist, dass Du dranbleibst und mit Freude fotografierst. Dann wirst Du schnell Fortschritte machen.

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